Östrogen, Progesteron, Testosteron, LH, FSH — diese fünf Hormone steuern deinen Zyklus. Sie entscheiden, wie viel Energie du hast, wie klar du denkst, wie gut du schläfst und wie stabil deine Stimmung ist. Und sie verändern sich jeden Tag.
Bevor wir in die vier Zyklusphasen eintauchen, lernst du die Hauptdarsteller kennen. Fünf Hormone bestimmen, was in deinem Körper passiert.

Das Aufbau-Hormon
Wird in den Eierstöcken produziert. Steigert Energie, unterstützt die Serotoninproduktion, verbessert die Hautelastizität und fördert klares Denken. Dominiert die erste Zyklushälfte.
↗ Höchststand kurz vor dem Eisprung (Tag 12–14)
Das Ruhe-Hormon
Wird vom Gelbkörper nach dem Eisprung produziert. Wirkt beruhigend aufs Nervensystem, fördert Schlaf, senkt Ängstlichkeit und wirkt entzündungshemmend. Der Gegenpart zu Östrogen.
↗ Höchststand ca. Tag 21–23
Das Startsignal
Follikelstimulierendes Hormon — wird in der Hypophyse gebildet. Stimuliert die Follikelreifung in den Eierstöcken. Mehrere Follikel beginnen zu wachsen, aber nur einer wird dominant.
↗ Höchststand zu Zyklusbeginn (Tag 1–5)
Der Eisprung-Auslöser
Luteinisierendes Hormon — kommt aus der Hypophyse. Der steile LH-Peak löst den Eisprung aus. Danach unterstützt LH die Gelbkörperbildung, der Progesteron produziert.
↗ LH-Peak ca. 24–36 Stunden vor Eisprung
Der Antrieb
Ja, auch Frauen haben Testosteron — in kleineren Mengen. Wird in Eierstöcken und Nebennieren produziert. Beeinflusst Muskelaufbau, Selbstvertrauen, Antrieb und Libido.
↗ Leichter Anstieg rund um den Eisprung
Jede Phase hat ein eigenes hormonelles Profil, das beeinflusst, wie du dich fühlst und was dein Körper braucht. Hier der vollständige Hormonverlauf im Zyklus.
Hormonstatus
Alle Hormone auf dem Tiefpunkt. Östrogen, Progesteron, LH und FSH sind niedrig. Gegen Ende der Menstruation beginnt FSH langsam zu steigen.
So fühlst du dich
Viele Frauen erleben Müdigkeit, Krämpfe und ein Bedürfnis nach Rückzug. Die tiefen Hormonspiegel bedeuten weniger Energie — aber auch eine natürliche Einladung, langsamer zu machen.
Was dein Körper braucht
Ruhe, wärmende Mahlzeiten, sanfte Bewegung wie Spaziergänge oder Yin Yoga. Eisenreiche Lebensmittel helfen, den Blutverlust auszugleichen.
Hormonstatus
FSH stimuliert die Follikelreifung. Der dominante Follikel produziert zunehmend Östrogen. Testosteron steigt leicht an. Progesteron bleibt niedrig.
So fühlst du dich
Frisch, motiviert, kreativ. Du hast Lust auf neue Projekte, auf Menschen, auf Herausforderungen. Die meisten Frauen erleben hier ihre Leistungshochs.
Was dein Körper braucht
Nutze diese Energie: intensive Workouts, kreative Arbeit, soziale Termine. Fermentierte Lebensmittel und frisches Gemüse unterstützen den Östrogenaufbau.
Hormonstatus
Östrogen am Höchststand. LH schnellt steil nach oben (LH-Peak). Testosteron auf Maximum. Nach dem Eisprung beginnt Östrogen abzufallen, Progesteron steigt.
So fühlst du dich
Energiegeladen, kommunikativ, selbstbewusst. Mehr Lust auf Nähe, leichtere Kommunikation, generelles Wohlbefinden — durch hohes Östrogen und Testosteron.
Was dein Körper braucht
Die beste Zeit für wichtige Gespräche, Präsentationen und Entscheidungen. Dein Gehirn arbeitet schnell, sportlich kannst du Intensität gut vertragen.
Hormonstatus
Progesteron dominiert, steigt bis ca. Tag 21–23 auf sein Maximum. Östrogen zeigt einen zweiten, kleineren Anstieg. Gegen Ende fallen beide Hormone stark ab.
So fühlst du dich
Die erste Hälfte fühlt sich oft noch gut an. Ab Tag 22–23, wenn Progesteron und Östrogen abfallen, beginnen typische PMS-Beschwerden: Stimmungsschwankungen, Heisshunger, Müdigkeit.
Was dein Körper braucht
Komplexe Kohlenhydrate, Magnesium, sanfte Bewegung statt Highintensity-Training. Bewusste Ruhephasen und weniger Termine.
Um den Hormonverlauf im Zyklus wirklich zu verstehen, hilft ein Blick auf die Hormonkurve. Sie zeigt, wie sich Östrogen, Progesteron, LH und FSH über einen durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus verhalten.
Menstruation
Alle Hormone sind tief. FSH beginnt gegen Ende zu steigen.
Follikelphase
Östrogen steigt kontinuierlich an. FSH sinkt, sobald der dominante Follikel übernimmt. Testosteron steigt leicht.
Eisprung
Östrogen erreicht den Peak. LH schnellt hoch. Der Eisprung erfolgt ca. 24–36 Stunden nach dem LH-Anstieg.
Frühe Lutealphase
Progesteron steigt steil an. Östrogen zeigt einen zweiten, kleineren Anstieg.
Späte Lutealphase
Progesteron und Östrogen fallen ab. Ohne Einnistung stirbt der Gelbkörper ab, die Hormonspiegel sinken — die Menstruation wird eingeleitet.
Ein 28-Tage-Zyklus ist ein Durchschnittswert. Zykluslängen zwischen 24 und 35 Tagen gelten als normal. Die Follikelphase variiert am stärksten — die Lutealphase ist bei den meisten Frauen relativ konstant (12–14 Tage).
Die Hormonkurve beschreibt den Idealfall. In der Realität können Stress, Schlafmangel, Ernährung, die Pille und Umweltfaktoren den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Die Folge sind häufig PMS und Zyklusbeschwerden.
Wenn Östrogen im Verhältnis zu Progesteron zu hoch ist. Typische Anzeichen: Brustspannen, Wassereinlagerungen, starke Blutungen, ausgeprägte Stimmungsschwankungen. Entsteht häufig durch chronischen Stress, eine überlastete Leber oder hormonaktive Substanzen in Kosmetik und Lebensmitteln.
Progesteron wird nur produziert, wenn ein Eisprung stattgefunden hat. Auch ein schwacher Eisprung kann zu einem verkürzten Gelbkörper führen. Anzeichen: Schmierblutungen vor der Periode, verkürzte Lutealphase, Ängstlichkeit, Schlafprobleme.
Zyklen ohne Eisprung kommen häufiger vor, als viele denken: bei jungen Frauen, in der Perimenopause, bei starkem Stress oder nach dem Absetzen der Pille. Ohne Eisprung fehlt die gesamte Progesteron-Produktion — und die Hormonkurve sieht völlig anders aus.
Willst du wissen, ob dein Hormonhaushalt im Gleichgewicht ist?
Gratis Hormon-Check startenWenn du deinen Hormonverlauf im Zyklus kennst, kannst du aufhören zu raten und anfangen zu verstehen. Dieses Wissen ist ein zentraler Baustein der ganzheitlichen Frauengesundheit. Du weisst dann, warum du an Tag 8 voller Energie bist und an Tag 24 am liebsten auf dem Sofa bleiben würdest.
In der Follikelphase unterstützen leichte, frische Mahlzeiten den Östrogenaufbau. In der Lutealphase braucht dein Körper mehr Kalorien, mehr Magnesium und komplexe Kohlenhydrate — das ist kein Versagen, das ist Biologie.
HIIT und Krafttraining passen zur Follikelphase und zum Eisprung. In der Lutealphase tut sanfte Bewegung wie Yoga oder Schwimmen besser. Highintensity in der späten Lutealphase erhöht Cortisol — und verschlimmert PMS.
Plane kreative Projekte und wichtige Meetings in die Follikelphase und um den Eisprung. Nutze die Lutealphase für Detailarbeit, Abschlüsse und Reflexion.
Dein Schlafbedürfnis verändert sich im Zyklus. In der Lutealphase brauchst du mehr Schlaf, und Progesteron macht dich abends natürlicherweise müder. Statt dagegen anzukämpfen: Nutz es.
In meinem Zykluscoaching arbeite ich mit Frauen genau an diesem zyklusbasierten Ansatz. Kein Korsett, keine starren Pläne — sondern ein flexibles System, das sich an deinen Hormonhaushalt anpasst.
Die fünf wichtigsten Hormone sind Östrogen (Östradiol), Progesteron, FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon) und Testosteron. FSH und LH werden in der Hypophyse im Gehirn produziert und steuern die Eierstöcke, die wiederum Östrogen, Progesteron und Testosteron bilden.
Östrogen erreicht seinen Höchststand kurz vor dem Eisprung — typischerweise um Tag 12–14 bei einem 28-Tage-Zyklus. Dieser Östrogen-Peak löst den LH-Anstieg aus, der wiederum den Eisprung auslöst. In der Lutealphase gibt es einen zweiten, kleineren Östrogenanstieg um Tag 21 herum.
Progesteron wird nach dem Eisprung vom Gelbkörper produziert. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vor, wirkt beruhigend auf das Nervensystem, fördert den Schlaf und hält Östrogen in Balance. Ohne Eisprung kein Gelbkörper und kein Progesteron.
Der LH-Peak ist ein kurzer, starker Anstieg des Luteinisierenden Hormons, der den Eisprung auslöst. Er tritt ca. 24–36 Stunden vor dem Eisprung auf und ist das Signal, das Ovulationstests messen. Ohne LH-Peak findet kein Eisprung statt.
Ab Mitte 30 beginnt die ovarielle Reserve abzunehmen. FSH steigt tendenziell an, Progesteron kann niedriger ausfallen, und die Zykluslänge wird variabler. In der Perimenopause schwanken die Hormone deutlich stärker, was zu neuen oder stärkeren Zyklusbeschwerden führen kann.
Ja. Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement beeinflussen deinen Hormonhaushalt direkt. Magnesium unterstützt die Progesteronproduktion, Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, und regelmässiger Schlaf stabilisiert die gesamte hormonelle Achse.
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